Mrz 27 2010
living in a box
Das Schweizerische Architekturmuseum S AM zeigt uns aktuell eine Ausstellung über eine Ausstellung. Unsere Kritik in kürzester Kürze: Sehr schön, anschauen! Worum es geht? 1972 kuratierte Emilio Ambasz für das New Yorker Moma die Schau “Italy: The new domestiv landscape” – eine Einordnung des italienischen Designschaffens der frühen Siebziger Jahre, das so ästhetisch war wie politisch. Einige Filme wurden für jene Ausstellung produziert, und das S AM vereint diese nun zum ersten Mal seit 38 Jahren. Dazu gesellen sich weiter Objekte, Entwürfe und Dokumentation. Man muss bereit sein, viel zu lesen, wenn man das Herz der Ausstellung erfassen will. Dann aber kann man erfahren, weshalb manche es 1972 sinnvoll fanden (und heute noch finden), den Hausrat auf eine zimmergrosse Box zu konzentrieren.
Und übrigens: Nach den finanziellen Schwierigkeiten des vergangenen Jahres hat sich das S AM wieder soweit aufgerappelt, dass es neue Subventionsverhandlungen mit dem Kanton aufnehmen kann. Die kurzfristig eingesetzte Übergangsdirektion inkl. künstlerischem Beirat bleibt noch ein Weilchen bestehen. Im Sommer wird wohl die Stelle der künstlerischen Leitung ausgeschrieben. Auf März 2011 soll sie besetzt sein.

